Gut drei Monate ist es her, dass ich hier zuletzt etwas veröffentlicht habe. Neben gutem Geschäft war es vor allem ein privates Thema, das meine Zeit in Anspruch nahm: Meine Eltern. Vielleicht geben Ihnen meine Gedanken einen Impuls, sich schon bald sich mit den Themen Pflege(kasse), Seniorenheim oder betreutes Wohnen zu beschäftigen und das gefühlt unangenehme Gespräch zum letzten Lebensabschnitt Ihrer Eltern zu führen.
Meine Eltern werden dieses Jahr 90. Wenn mein Vater nicht vor 3 Jahren schwer gestürzt wäre - seit dem ist er ziemlich immobil - würde ich sie immer noch als rüstige Rentner bezeichnen. Gott sei Dank nicht dement, hin und wieder ein wenig tüddelig, aber immer noch am Zeitgeschehen und den Ereignissen der 'jungen' Familie sehr interessiert. Und der festen Meinung, dass sie noch nicht wirklich zu den Alten gehören, es somit auch keinen Grund gibt, die eigene Wohnung zu verlassen. Dabei haben auch ihre eigenen Eltern irgendwann nicht ohne fremde Hilfe auskommen können und somit die letzten Jahre im Altenheim verbracht: Glücklicher Weise nicht im Pflegebereich sondern im 1-Zimmer-Appartement. Aber darauf angesprochen, warum sie aus der Erfahrung mit den eigenen Eltern für sich nicht die richtigen Schlüsse gezogen haben, kommt als Antwort: 'Wer denkt denn an so 'was ...'
Also brauchte es - wie so oft beim Thema 'Veränderung' - Leidensdruck, um sich letztendlich doch zu bewegen. Ende September stürzte mein Vater wieder, mit der Folge, dass er seit dem das Haus nicht mehr verlassen hat. Für Arztbesuche beauftrage ich einen Krankendienst, der ihn in einem Krankenstuhl aus dem 2. Stock zur Straße bringt: Weiter geht es mal mit dem Fahrdienst, mal mit mir. Nun haben sie endlich eingesehen, dass das Leben in ihrem häuslichen Gefängnis keinerlei wirkliche Qualität mehr hat, dass meine Mutter als bisher alleinige Pflegekraft den Anforderungen nicht mehr nachkommen kann. Glücklicher Weise stand ich auf einer Warteliste unserer örtlichen Seniorenresidenz, so dass ich in kurzer Zeit eine schöne, Barriere freie Wohnung anmieten konnte. Jede Pflegeleistung, die die Kräfte meiner Mutter übersteigt, kann bei Bedarf hinzugebucht werden. Am 19. Januar 2018 wird umgezogen.
Das liest sich einfach, ist es in der Umsetzung aber leider nicht. Neben einem intensivem Engagement von Kindern und Enkelkindern sind zum Teil auch ganz erhebliche finanzielle Anstrengungen notwendig. Positiv überraschend dabei die Möglichkeiten der Pflegekasse in Abhängigkeit zum Pflegegrad. Haben Sie sich damit schon mal beschäftigt? Kennen Sie die Möglichkeiten der Betreuungsunterstützung, der Verhinderungespflege oder die Abstufungen der Pflegegrade? Für mich bisher auch ein Buch mit 7 Siegeln. Und immer wieder ein Angang, sich damit im Detail auseinanderzusetzen. Weil man fortwährend den Amtsschimmel wiehern hört und weil es Zeit braucht; Zeit, die man meistens nicht hat, wenn Leidensdruck das Handeln bestimmt.
Also fangen Sie rechtzeitig an, mit Ihren Eltern über mögliche, noch selbstbestimmte Optionen zu sprechen. Zeigen Sie ihnen die negativen und noch stärker die positiven Konsequenzen auf. Beschäftigen Sie sich selbst mit der Thematik, lassen Sie sich von Ihren Eltern eine Vollmacht zur Vertretung bei der Krankenkasse geben und nutzen Sie deren Kompetenz für die eigene Weiterbildung. Und gehen sie vor allem davon aus, dass Menschen in fortgeschrittenem Alter alles wollen, nur keine Veränderung. Selbst der Tagesablauf, den wir als Routine empfinden, ist für sie zum unveränderlichen Ritual geworden. Rational haben meine Eltern verstanden, dass Sie sich verändern müssen, das Herz aber weint jeden Tag. Das macht mir die Sache nicht einfacher.
Ich wünsche Ihnen zum neuen Jahr viel Kraft und Energie für alle Aufgaben, die sich Ihnen in den Weg legen oder die Sie mit Vorsatz angehen möchten.
Herzlichst
Ihr
Carsten Bollmann
Change ist doof! Denken und fühlen Sie das auch manchmal? Die Intensität unseres Lebens nimmt ständig zu, Veränderung ist nicht die Ausnahme sondern die Regel. Wäre es also nicht besser, sich mit mit dem steten Wandel zu arrangieren, Strategien dafür zu entwickeln? Lesen Sie, wie der Autor selbst mit dem Thema 'Change' umgeht und was er Unternehmern und Führungskräften empfiehlt.
Dienstag, 2. Januar 2018
Montag, 11. September 2017
Überlastet und erfolglos? So bringen Sie sich und Ihr Unternehmen wieder auf Spur
Heute mal ausnahmensweise nur ein Link:
https://coaches.xing.com/magazin/ueberlastet-und-erfolglos-so-bringen-sie-sich-und-ihr-unternehmen-wieder-auf-spur
Ich freue mich, dass einer meiner aktuellen Artikel im Magazin von XING-Coaches veröffentlicht wurde.
Viel Spaß beim Lesen!
Herzlichst
Ihr
Carsten Bollmann
https://coaches.xing.com/magazin/ueberlastet-und-erfolglos-so-bringen-sie-sich-und-ihr-unternehmen-wieder-auf-spur
Ich freue mich, dass einer meiner aktuellen Artikel im Magazin von XING-Coaches veröffentlicht wurde.
Viel Spaß beim Lesen!
Herzlichst
Ihr
Carsten Bollmann
Donnerstag, 31. August 2017
Sind Sie ein guter Unternehmer?
Wagen
Sie eine Bestandsaufnahme!
Erinnern
Sie sich noch an den Moment, in dem die Begeisterung für die
Selbstständigkeit in Ihnen entflammte? Wie Sie angetrieben von der
Leidenschaft für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung die ersten
Schritte auf dem unternehmerischen Parkett beschritten?
Obwohl
Firmeninhaber über unterschiedliche Hintergründe und Kenntnisse
verfügen, haben sie alle doch eines gemeinsam: Die Leidenschaft für
ihr Business. Passion allein reicht aber nicht aus, um langfristig
erfolgreich zu sein; ein Unternehmer muss diverse Fähigkeiten in
sich vereinen, die vielschichtiges Know-how verlangen.
Doch
woher weiß ein Entrepreneur eigentlich, ob er seine Sache gut macht?
Und wie gelingt es, ein Unternehmen kontinuierlich in der Erfolgsspur
zu halten?
Routine
statt Euphorie?
So
stark die Überzeugung für eine Geschäftsidee ist, so groß ist
oftmals auch die Ernüchterung, wenn die anfängliche Euphorie der
Routine weicht und Ziele trotz intensivster Bemühungen nicht erfüllt
werden können.
Nicht
selten liegen die Wurzeln des Problems in der Gründungsphase: Viele
Start-ups übersehen vor lauter Euphorie, dass zum Unternehmerdasein
mehr gehört als Fachwissen in einem einzigen Spezialgebiet. Zudem
verändern sich die Aufgaben im Laufe der Zeit – insbesondere, wenn
ein Betrieb wächst.
Vielschichtige
Fähigkeiten gefordert
In
meinen Coachings höre ich von Unternehmern häufig, dass sie das
Aufgabenpensum anfangs vollkommen unterschätzt haben:
Mitarbeiterführung, Buchhaltung, Vertrieb, Personalrecruiting oder
Marketing sind nur einige der Bereiche, mit denen sich der Chef
permanent parallel beschäftigen muss.
Kommt
das Gefühl auf, dass es nicht rund läuft, wissen viele von ihnen
oftmals nicht, an welcher Stelle es hakt und an welchen
Stellschrauben gedreht werden muss. Die Sorge um die Zukunft des
Unternehmens und damit auch das persönliche Unwohlsein steigt in der
Folge zunehmend an.
Aus
dem Hamsterrad ausbrechen
Spätestens
an dieser Stelle sollte man den Zustand seines Unternehmens und die
Folgen seines eigenen Handelns analysieren. Dennoch finden viele
Firmenchefs vor lauter Arbeit einfach keinen Freiraum, um aus dem
Tagesgeschäft auszubrechen und über den Tellerrand zu schauen. Das
Gefühl, im berühmt-berüchtigten Hamsterrad gefangen zu sein, wird
immer stärker.
Kommt
Ihnen diese Situation bekannt vor? Dann arbeiten Sie wahrscheinlich
nur „im“, aber viel zu wenig „am“ Unternehmen. Letzteres ist
allein schon deshalb notwendig, um zukünftigen Herausforderungen und
Marktveränderungen gegenüber gewappnet zu sein.
Wenn
Sie diesen Teufelskreis durchbrechen möchten, sollten Sie keine Zeit
verlieren. Nur Mut: Es ist einfacher, als Sie denken.
Ist-Zustand
analysieren
Am
Anfang steht immer die Frage, wie der Erfolg eines Unternehmens
bewertet werden kann und welche Kriterien man für die Beurteilung
heranziehen sollte. Oftmals schauen die Verantwortlichen
ausschließlich auf die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, um
herauszufinden, wie gut sie aufgestellt sind. Allerdings spielen noch
viele weitere Faktoren eine überaus wichtige Rolle.
Ich
arbeite in diesen Situationen sehr gerne mit der Alchimedus®-Methode.
Dabei handelt es sich um eine Potenzialanalyse, die den Ist-Zustand
des Unternehmens offenlegt und aufzeigt, welche Veränderungen
notwendig sind. Der zu beantwortende Fragenkatalog legt den Fokus auf
die drei Erfolgskräfte Struktur, Inspiration und Menschen. Wer mehr
darüber erfahren möchte, findet weiterführende Informationen in
meinem Blog-Archiv (siehe Eintrag vom 14.03.2017).
Die
Zukunft im Fokus
Ein
guter Unternehmer beschäftigt sich darüber hinaus kontinuierlich
mit der Zukunft; das Planen ist nämlich von existenzieller Bedeutung
für den Erfolg. Sie sollten sich deshalb stetig mit folgenden Fragen
auseinandersetzen:
-
Welche Trends sind in meiner Branche erkennbar?
-
Wie kann mein Geschäft in fünf Jahren aussehen?
-
An welchen Stellschrauben muss ich drehen, um mein Unternehmen in die Erfolgsspur zu lenken?
Perspektivenwechsel
anregen
Wenn
Sie sich nun fragen, wann Sie all diese Aufgaben neben ihrem
Tagesgeschäft überhaupt noch bewältigen sollen, empfehle ich
Ihnen, sich einem Unternehmer-Coach anzuvertrauen. Ein externer
Experte hat eine andere Sichtweise und erkennt dank seines
Erfahrungsschatzes schnell Optimierungspotenziale. Zudem profitiert
ein Unternehmer vom Netzwerk des Coaches, das in den
unterschiedlichsten Bereichen zu Erfolg versprechenden Änderungen
beiträgt.
Vor
allem sorgen meine Kollegen und ich für einen Perspektivenwechsel:
Sein Unternehmen aus einem ganz neuen Winkel zu betrachten, fördert
eine Menge neuer Erkenntnisse zutage.
Wenn
erste Schritte eingeleitet sind, werden für Jeden im Unternehmen
Veränderungen schnell spürbar. Meine Kunden fragen sich in diesen
Situationen oft: 'Warum habe ich nicht schon früher in Erwägung
gezogen, mich einem Experten anzuvertrauen?' Für sie steht fest,
dass ihr Coach sie wieder auf Kurs und damit zurück in die
Erfolgsspur gebracht hat.
Donnerstag, 10. August 2017
Wer bin ich? Zehen lügen nicht!
Haben Sie sich diese Frage auch schon mal gestellt? Ein Blog wird keine Antwort darauf geben können. Aber vielleicht geben Ihnen meine Gedanken Impulse, die Sie auf Ihrem Weg weiter bringen.
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Unternehmer- und Führungskräfte-Coach passiert es mir regelmäßig, dass ich Dinge, die ich mit meinen Clienten bespreche, auch für mich selbst durchdenke. Oder wie es heute so schön heißt: sie reflektiere. Dazu gehören sicherlich auch immer wieder die Fragen "Wer bin ich?", "Warum bin ich hier?" und "Warum bin ich so geworden?". Würde mich ein Kunde danach fragen, könnte ich mir folgende Gegenfrage vorstellen: "Haben Sie schon mal eine Persönlichkeitsanalyse gemacht?" Systeme dafür gibt es viele: Bochumer Inventar, Insights, DISG, 9-Levels-Value-System oder Reiss-Profil sind bekannte Instrumente für die Bestimmung dominanter Merkmale der Persönlichkeit. Diese Merkmale ergeben sich aus der Auswertung eines meist umfangreichen Fragenkataloges, der mit einem Zeitwaufwand von 20 - 40 Minuten auszufüllen ist.
Auf einer Messe habe ich neulich eine Kollegin kennen gelernt, die das Thema 'Persönlichkeitsanalyse' ganz anders angeht. Mit ihrer langjährigen Erfahrung analysiert sie das Gesicht ihrer Kunden und - jetzt halten Sie sich fest - ihre Zehen. Ihre Referenzen sind erstklassig; dennoch traute ich dem Braten nicht ganz und wollte die Probe auf's Exempel machen: Eigenversuch!
Das Ergebnis war überwältigend: So präzise hat mich noch niemand, schon gar nicht eine Fragebogen-Analyse, beschrieben. Bis in viele Details hinein hat sie mir immer wieder vor Augen geführt, was die Natur mir mitgegeben hat und was ich in meinen mittlerweile 57 Lebensjahren daraus gemacht habe. Die Erkenntnis, das bestimmte Dinge quasi Gott gegeben und damit einfach zu akzeptieren sind, hat in mir zu einer neuen inneren Ruhe geführt. Gleichfalls habe ich auch wichtige Hinweise bekommen, woran ich arbeiten kann, wie ich von anderen gesehen werde.
Als Kursoptimierer bin ich für meine Kunden und für mich selbst immer auf der Suche nach der optimalen Lösung. Im Bereich 'Persönlichkeitsanalyse' habe ich sie erst einmal gefunden: Monika Sundermann, Essen, Gesichts- und Zehenanalyse. Mit den besten Empfehlungen!
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Unternehmer- und Führungskräfte-Coach passiert es mir regelmäßig, dass ich Dinge, die ich mit meinen Clienten bespreche, auch für mich selbst durchdenke. Oder wie es heute so schön heißt: sie reflektiere. Dazu gehören sicherlich auch immer wieder die Fragen "Wer bin ich?", "Warum bin ich hier?" und "Warum bin ich so geworden?". Würde mich ein Kunde danach fragen, könnte ich mir folgende Gegenfrage vorstellen: "Haben Sie schon mal eine Persönlichkeitsanalyse gemacht?" Systeme dafür gibt es viele: Bochumer Inventar, Insights, DISG, 9-Levels-Value-System oder Reiss-Profil sind bekannte Instrumente für die Bestimmung dominanter Merkmale der Persönlichkeit. Diese Merkmale ergeben sich aus der Auswertung eines meist umfangreichen Fragenkataloges, der mit einem Zeitwaufwand von 20 - 40 Minuten auszufüllen ist.
Auf einer Messe habe ich neulich eine Kollegin kennen gelernt, die das Thema 'Persönlichkeitsanalyse' ganz anders angeht. Mit ihrer langjährigen Erfahrung analysiert sie das Gesicht ihrer Kunden und - jetzt halten Sie sich fest - ihre Zehen. Ihre Referenzen sind erstklassig; dennoch traute ich dem Braten nicht ganz und wollte die Probe auf's Exempel machen: Eigenversuch!
Das Ergebnis war überwältigend: So präzise hat mich noch niemand, schon gar nicht eine Fragebogen-Analyse, beschrieben. Bis in viele Details hinein hat sie mir immer wieder vor Augen geführt, was die Natur mir mitgegeben hat und was ich in meinen mittlerweile 57 Lebensjahren daraus gemacht habe. Die Erkenntnis, das bestimmte Dinge quasi Gott gegeben und damit einfach zu akzeptieren sind, hat in mir zu einer neuen inneren Ruhe geführt. Gleichfalls habe ich auch wichtige Hinweise bekommen, woran ich arbeiten kann, wie ich von anderen gesehen werde.
Als Kursoptimierer bin ich für meine Kunden und für mich selbst immer auf der Suche nach der optimalen Lösung. Im Bereich 'Persönlichkeitsanalyse' habe ich sie erst einmal gefunden: Monika Sundermann, Essen, Gesichts- und Zehenanalyse. Mit den besten Empfehlungen!
Mittwoch, 19. Juli 2017
Bewusstsein für Werte schafft Orientierung
Der Wunsch nach (Neu-)Orientierung ist groß – das merke ich
in der Arbeit mit meinen Kunden tagtäglich. Häufig fehlen ihnen Zielbilder oder
einfach nur Leitplanken auf dem Weg, auf dem sie gerade laufen.
Motivationsverlust ist die Folge, Aufgaben werden nur noch mechanisch erledigt,
ohne ein Gefühl von Sinnhaftigkeit. Welche Rolle kann in einer solchen
Situation ein Werte-Bewusstsein spielen?
Was sind überhaupt diese Werte? Einfach gesagt ist es das, was
uns wichtig ist. Unsere Werte bestimmen – meist unbewusst – unser Handeln,
unsere Haltung; ein Leben lang. Wenn wir gegen sie leben, fühlen wir uns unwohl
in unserer Haut, geraten aus der Balance. Handeln wir nach unseren Werten,
fühlen wir Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, ja Glück. Macht es da nicht Sinn,
sich seiner Werte bewusst zu werden? Und wie es Sinn macht – das Dumme daran
ist nur, dass sich unsere Wertesysteme wandeln. Werte sind uns nicht angeboren,
sondern sie verändern sich durch Lebenserfahrungen und in Abhängigkeit zu
bestimmten Lebensphasen. Es macht also immer wieder Sinn, sich seiner
Werte bewusst zu werden – auch, um am Ende darin Orientierung zu finden.
Deshalb steht bei orientierungsbedürftigen Klienten die
Werte-Arbeit im Mittelpunkt. Die Forschungsergebnisse von Professor Claire W.
Graves bilden dafür die Grundlage. Darauf aufbauend hat in Deutschland Rainer
Krumm die 9 Levels of Value Systems
(9LVS) geschaffen. Sein Modell macht
die umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnisse Professor Graves’ für das
Coaching auf einfache Art und Weise nutzbar.
9 Levels of Value
Systems
Worum geht es dabei genau? Das Modell der 9LVS hilft, dass Menschen,
Gruppen und Organisationen, die eigenen und die Aktionen und Reaktionen anderer
besser verstehen. 9LVS und die Theorie der Wertesysteme stellen die Dynamik
dar, die für die Entwicklung von Individuen, Gruppen und Organisationen
verantwortlich ist. Diese Entwicklung findet in einem steten Wechsel zwischen
Ich- und Wir-Bezogenheit statt; über maximal 9 Ebenen kann sie sich erstrecken.
Die Wertesysteme der verschiedenen Ebenen – man nennt sie auch gerne die
psychologische DNA – bringen Denkweisen, Glaubenssätze, innere Befindlichkeiten
und Organisationsprinzipien zum Ausdruck. Deren Ausgeprägtheit ist über die
9LVS messbar – Veränderung wird damit sichtbar.
Entscheidungen fällen
nach dem eigenen Wertesystem
Wer sein eigenes Wertesystem kennt und gewillt ist,
konsequent danach zu handeln, dem fällt es leicht, Entscheidungen zu treffen.
Und gerade in einer Phase von Orientierungslosigkeit gilt es, viele Dinge zur
Entscheidung zu bringen. Das eigene Wertesystem kann hier bildhaft als
Leitplanke aufgefasst werden, die einen auf Spur hält.
Ich selbst habe aufgrund starker Werteverletzungen vor sechs
Jahren meinen damaligen Arbeitgeber verlassen. Seitdem leitet mich mein
persönliches Wertesystem durch mein privates sowie berufliches Leben. Spüre ich
heute Unsicherheit, befrage ich meinen Werterahmen und werde mir dabei meiner
Werte bewusst. Danach fallen mir Entscheidungen leicht, ich fühle mich sicher
und bin wieder in Balance.
Auch Sie suchen Neuorientierung oder haben das Gefühl, dass
Ihr derzeitiges Leben nicht stimmig ist? Sie wollen mehr über die 9LVS erfahren
und welche Auswirkungen die Ergebnisse auf Ihre persönliche Orientierung oder die
Ihres Unternehmens haben? Sprechen Sie mich gerne an.
Mittwoch, 5. Juli 2017
Sich selbst führen
Unternehmer und Führungskräfte sehen sich tagtäglich mit
mannigfaltigen Aufgaben konfrontiert. Eins kommt dabei regelmäßig zu kurz: die
eigenen Bedürfnisse. Das kenne ich auch aus eigener Erfahrung.
Als ich mit Ende 30 auf dem „vermeintlichen“ Höhepunkt
meiner Karriere bei einer deutschen Großbank angelangt war, spendierte mein
damaliger Arbeitgeber mir die Teilnahme an einem Seminar, das meine Sichtweise
auf mein bisheriges Leben deutlich veränderte. Mit diesen Erkenntnissen fühlte
ich mich wie ein U-Boot-Fahrer, der nach langem Tauchgang wieder an die
Wasseroberfläche kommt und es in vollen Zügen genießt, frische Luft einzuatmen
und über sich endlich wieder blauen Himmel und Sonnenschein zu sehen.
Der Titel des Seminars war „Sich selbst führen“. Der
eingeladene Führungskräftekreis lernte dabei u.a. das Vitaldreieck (Sie sehen
ein Bild davon in diesem Blog) kennen, ein gleichseitiges Dreieck, dessen
Seiten mit den Überschriften Beruf, Familie und Ich – also die eignen
Interessen und Bedürfnisse – versehen waren. Das Dreieck vor Augen wurde mir
bewusst, dass ich mich jahrelang vor allem um meinen Beruf, dann um die Familie
und vielleicht nur zu 5% um mich selbst gekümmert hatte.
Wir wurden im weiteren Verlauf des Seminars für unsere
Eigeninteressen und unsere Gesundheit sensibilisiert, machten morgens gemeinsam
Sport und sprachen über Ernährung. Seit diesem Seminar habe ich mich und meinen
Körper auf eine kohlehydrat- sowie fettarme Ernährung umgestellt und dem
Laufsport verschrieben. Außerdem habe ich meine Hobbys ausgebaut und
intensiviert, um einen deutlichen Kontrapunkt zu den täglich Herausforderungen
des Jobs zu setzen. So spiele ich seit dem Schlagzeug in einer Band und habe
meine Leidenschaft fürs Segeln entdeckt. Gerade letzteres verkörpert meine mir
immer bewusster werdenden Werte: Unabhängigkeit, Freiheit und
Selbstbestimmtheit.
Donnerstag, 1. Juni 2017
Es lebt sich besser mit leichtem Gepäck
Waren Sie schon mal wandern? So richtig, mit großem Rucksack
auf dem Rücken? Wer sich zum ersten Mal auf macht, begeht immer denselben
Fehler: zu viel Gepäck! Und auf dem Weg kommt noch mehr dazu. Der Rucksack wird
immer schwerer, belastet einen den ganzen Weg über, zieht nach hinten und schränkt
Aufmerksamkeit und Genuss spürbar ein. Die logische Konsequenz daraus wäre,
sich von allem „Unnötigen“ zu befreien. Die Qual der Entscheidung verhindert
das meistens.
Nicht nur für eine Wanderung gilt diese Erkenntnis: Auch in
unserem Leben tragen wir oft einen Rucksack mit uns herum. Ende 2015 widmete
die Band Silbermond diesem Umstand den Song „Leichtes Gepäck“ (s. auch letzter
Absatz). Schon als ich das Lied das erste Mal hörte, sprachen mich Titel und
Inhalt direkt an. Seitdem nutze ich diese Metapher immer wieder beim
Selbst-Coaching als auch in der Arbeit mit meinen Kunden. Was ist gerade im
Rucksack drin? Was belastet mich davon? Was blockiert mich, raubt mir Energie?
Jedem von uns tut es gut, seinen Rucksack zu entrümpeln. In
den Beratungen und Coachings meiner Kunden – Unternehmer und Führungskräfte –
höre ich immer wieder: 'Ja, da bremst mich etwas aus, zieht mich runter und
raubt mir Energie; aber ich kann nicht identifizieren, was es eigentlich genau
ist.' Mit dem Handwerkszeug eines Coaches fällt es leicht, den Inhalt des
Rucksackes sichtbar zu machen, um im zweiten Schritt daran zu arbeiten. Am
Anfang sind es meist allein berufliche Themen, doch fast immer gibt es ein
Thema hinter dem Thema. Und das kann dann auch mal aus dem privaten Bereich
kommen.
Ziel dieser Gespräche ist, wieder in Balance zu kommen.
Häufig erinnern sich meine Kunden an ihre Anfangszeit als Unternehmer und
Führungskraft. Bis in die Haarspitzen motiviert, Tag und Nacht für eine Sache
brennend, mit großer Freude daran und nur in eine Richtung: Vorwärts! Das sieht
5 - 10 Jahre später vielfach ganz anders aus, insbesondere bei schnell
wachsenden Unternehmen. Neue Mitarbeiter sind dazugekommen, die Hierarchie
wurde nicht angepasst und der Glaubenssatz „Ich schaff' das schon alleine“
dominiert noch immer das Tagesgeschäft, obwohl die Überforderung für
Außenstehende längst sichtbar ist.
Ein belastendes Thema folgt auf das nächste, der Rucksack
wird immer voller und wir kommen nicht mehr weg vom Fleck. Genau dann ist es
Gold wert, wenn ein externer Gesprächspartner uns reflektiert, hinterfragt und
auf Augenhöhe zur Verfügung steht, um die Probleme zu identifizieren sowie
gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
In mir finden Sie so einen Begleiter. Lassen Sie uns
zusammen in Ihren Rucksack schauen, damit Sie Ihren Weg wieder beschwingter und
motivierter gehen können.
Schauen Sie sich hier gern das Video zum Song 'Leichtes
Gepäck' von Silbermond an.
Ich freue mich, ihn am 15. Juli im Hockeypark
Mönchengladbach live hören zu können. Vielleicht sehen wir uns!
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